e-Book Highlights 2012

Der Junge, der Träume schenkte  – von Luca Di Fulvio

New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens – mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag …

 

Ziemlich beste Freunde – von Philippe Pozzo di Borgo

Philippe Pozzo di Borgo ist Geschäftsführer der Firma Champagnes Pommery, als er mit dem Gleitschirm abstürzt und vom Hals ab querschnittsgelähmt bleibt. Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger. Der arbeitslose Ex-Sträfling Abdel erscheint zum Vorstellungsgespräch eigentlich nur, um eine Unterschrift fürs Sozialamt zu bekommen. Und kriegt den Job. Mit seiner mitleidslosen, lebensfrohen, ungehobelten und authentischen Art wird Abdel zu Philippes „Schutzteufel“. Zehn Jahre lang begleitet er ihn durch alle dramatischen und komischen Momente seines Lebens und gibt ihm die Lebensfreude zurück.
Von Olivier Nakache und Eric Toledano verfilmt, ist dieses moderne Märchen zu einem der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten geworden. Eine wahre Geschichte, die man sich nur unter höchstem Kitschverdacht hätte ausdenken können. Der bewegende autobiographische Bericht Philippe Pozzo di Borgos, der den Stoff für einen sensationellen Kinoerfolg lieferte.

 

Game Of Thrones – Das Erbe von Winterfell (von George R.R. Martin)

Krieg bricht zwischen Lennisters und Starks aus, nachdem Catelyn Stark, Tyrion Lennister gefangen hielt. Doch es kommt noch schlimmer. Der König stirbt, bevor ihm seine rechte Hand Eddard ein schreckliches Geheimnis offenbaren kann. Seinen Freund verloren, muss Stark eine schwere Entscheidung treffen. Doch Cersei, die Witwe des Königs, kommt ihm zuvor und handelt schnell. Ehe er realisieren kann, wie ihm geschieht, findet sich Eddard Stark im Kerker wieder, seine Mannen wurden niedergemetzelt und seine eine Tochter ist auf der Flucht, während die andere dem neuen, jungen König als Geisel dient. Schnell wird klar, dass Joffrey kein gütiger König sein wird und zu irrationalen Entscheidungen neigt.
Während die Situation in der Hauptstadt immer gefährlicher und schlimmer wird, stehen sich die Heere aus dem Norden und der Lennisters, und damit des neuen Königs, gegenüber.
Noch weiter nördlich regt sich aber noch eine weitere Gefahr. Die Nachtwache sieht sich mit einem mal einem Feind gegenüber, von dem man glaubte, er sei seit hunderten von Jahren besiegt. Es beginnt langsam und John Schnee, Starks Bastard, findet sich mitten in einem fast aussichtslosen Kampf wieder.
Die größte Bedrohung entwickelt sich allerdings jenseits des Meeres. Dort, wo die letzten der Targaryen Zuflucht gefunden haben. Während Viserys immer mehr Schwächen offenbart, schafft es Daenerys ihren Mann Khal Drogo dazu zu bewegen, die Sieben Königslande zu erobern. Die Dothraki machen sich auf dem Weg das Meer zu überqueren.

Das zweite Buch vom „Lied von Eis und Feuer“ macht dort weiter, wo „Die Herren von Winterfell“ endete und sofort ist man wieder mittendrin im Geschehen, wird förmlich hineingesogen. Viele offene Handlungsstränge und Fragen gab es am Ende des Vorgängers und gleich am Anfang wird so manches aufgelöst. Tyrion Lennister wird aufgrund der äußeren Zwänge freigelassen und so werden Ereignisse in Gang gesetzt, die ihn betreffend, zu einem überraschenden Ende führen. Ebenso wird John Schnee plötzlich in eine Position gebracht, mit der so nicht zu rechnen war. Doch bei alldem entwickelt sich ein Spiel um die Macht, in das nach und nach der Kontinent hineingezogen wird. Allianzen werden eingefordert oder neu geschmiedet und mehr als ein Opfer wird den handelnden Personen abverlangt. Dabei zeigt so mancher überraschende Züge. Robb, der Erbe von Eddard Stark, führt ein Heer Richtung Süden und beweist dabei für einen sechzehnjährigen überaus großes Geschick. Er mag zwar nicht der große Held sein, wie sie der Leser sonst aus der Fantasy gewohnt ist, aber, dass muss er auch nicht. Er überzeugt durch seinen Charakter, der in diesem Buch weiter vertieft wird. Gleiches gilt für Tyrion Lennister. Seine Hassliebe zu seinem Vater und seiner Familie wird überaus deutlich, wodurch er in einem ständigen Konflikt lebt, zwischen dem was richtig ist und ihm die Treue gebietet. Im Grunde ist er unter den ganzen Schichten von Sarkasmus und Spitzzüngigkeit jemand, der weiß, was richtig ist und nur versucht unbeschadet durchs Leben zu kommen. Dies wird ihn nicht gerade einfacher gemacht, nachdem König Joffrey Eddard Stark hinrichten lässt.
Joffrey, der schon in „Die Herren von Winterfell“ unsympathisch wirkte, offenbart nun seine wahres Gesicht und das ist eine äußerst häßliche Fratze. Vernunft scheint ihm fern, der Wahnsinn liegt seiner Natur näher. Und damit führt er das Königreich in einen äußerst blutigen Krieg gegen sich selbst. Seine Unfähigkeit strategisch zu denken, scheint ihn aber in eine schwierige Lage zu versetzen im Fortlauf der Geschichte. Überall erheben sich jetzt die Fürsten und wollen selbst nach der Macht greifen oder unterstützen ihren Favoriten. Am Ende steht ein großer Wendepunkt für die Geschichte von Westeros.
Allerdings nicht die einzige, der Norden birgt Gefahren und einen rasanten Aufstieg für John Schnee und vor allem im Westen wartet vielleicht die größte Gefahr mit Daenerys Targayen. Sie macht die größte Entwicklung innerhalb der beiden bisherigen Romane durch. Anfangs ein Werkzeug ihres Bruders, wird sie zu einer äußerst starken und selbstsicheren Frau, die auf ihre Intuition vertraut und eine Gefahr für die sieben Königslande heraufbeschwört, mit der niemand rechnen konnte. Dabei muss sie wortwörtlich durchs Feuer gehen und kommt umso stärker wieder hervor. Wenn man sie mit der Daenerys am Anfang vergleicht, hat sie praktisch keine Ähnlichkeit mit ihr, mit der einzigen Ausnahme, dass sie sich nach wie vor, um andere sorgt.

The Hunger Games – Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele – von Suzanne Collins

Die 16-jährige Katniss lebt mit ihrer Mutter und ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Prim im District 12. Die Menschen dort sind arm, leben vom Kohlebergbau und müssen sich ansonsten mühsam durchs Leben schlagen. Katniss’ Vater ist bei einem Grubenunglück gestorben, und seitdem ist es Katniss’ Verantwortung, für die Familie zu sorgen. Mit ihrem Freund Gale jagt sie mit Pfeil und Bogen in den Wäldern Tiere, um Nahrung zu haben, auch wenn das verboten ist. Oft verkauft oder tauscht sie die Tiere auch, um an anderes Lebensnotwendige zu kommen.

In Panem, das dem heutigem Nordamerika entspricht, werden jährlich die sogenannten Hungerspiele abgehalten, und aus jedem der zwölf Distrikte werden hierfür per Losverfahren je ein Junge und ein Mädchen ausgewählt. Doch die Hungerspiele sind schrecklich: Die 24 Teilnehmer, die Tribute genannt werden, müssen in einer feindseligen Umgebung gegeneinander um ihr Leben kämpfen. Wer übrig bleibt, gewinnt, wird mit Ehren versehen und hat für den Rest seines Lebens ausgesorgt.

Als Katniss’ Schwester Prim für die Hungerspiele ausgelost wird, entschließt sich Katniss für ihre Schwester anzutreten, weil die Spiele sicherlich Prims Tod wäre. Zusammen mit Peeta, dem Sohn eines Bäckers, der als Junge ausgewählt wird und den Katniss kennt, werden sie in die Hauptstadt gebracht, wo die beiden ein paar Tage lang auf die Hungerspiele vorbereitet werden. Das Ganze wird als große Show inszeniert, die viele Tage lang dauernden Kämpfe werden in ganz Panem übertragen und von der Bevölkerung verfolgt.

Und dann geht es los … Katniss stehen viel besser ausgebildeten Jungen und Mädchen gegenüber, so dass sie sich kaum Chancen ausrechnet, die Hungerspiele zu überleben. Aus dem besonders armen Distrikt 12 ist das auch seit vielen Jahrzehnten niemandem mehr gelungen …